Wir stellen uns vor: ModuleWorks

Die ModuleWorks GmbH mit Sitz in Aachen wurde 2003 von Yavuz Murtezaoglu mit dem Ziel gegründet, Softwarekomponenten und Dienstleistungen für die CAD/CAM-Industrie bereitzustellen. Dabei lag der Fokus ursprünglich ganz auf der Entwicklung und Bereitstellung von Software-Plugins für 5-Achs-Bearbeitungsanlagen.

Das Geschäftsmodell bestand dabei von Anfang an nicht auf der Entwicklung von Software für Endanwender, sondern von Klassenbibliotheken und Schnittstellen für die Integration in die Produkte der Industriepartner (Maschinenhersteller, Industrieunternehmen im CAD/CAM-Bereich). Aufgrund der technologischen Exzellenz und durch die rasch zunehmende Bedeutung der 5-Achs-Bearbeitung arbeitet ModuleWorks heute mit mehr als 80 Industriepartnern zusammen; Software-Produkte der ModuleWorks GmbH werden auf mehr als 500.000 Arbeitsplätzen eingesetzt.

Was zeichnet Ihr Unternehmen  besonders aus?

 

Bei den Produkten von ModuleWorks handelt es sich nicht um Software für Endanwender, sondern um Bibliotheken und Schnittstellen, die von Industriepartnern in ihre Lösungen integriert werden und so indirekt eine große Zahl von Endanwendern erreichen. Die Verfahren und Lösungen werden in einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern eingesetzt, u. a. in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, im Formenbau, in der Holzbearbeitung, im Dentalbereich und in der Robotik.

 

Die wichtigsten Produkte sind:

  • Module zur Berechnung von Werkzeugbahnen in Subtraktiven Fertigung (3-, 3+2, 5-Achs-Bearbeitung oder Drehen)
  • Module zur Berechnung von Bahnen in der Additiven Fertigung (LPBF, FDM, WAAM, LAM)
  • 5-Achs-Postprozessor-Kernel
  • Simulation von Maschinenbewegungen
  • Simulation des Materialabtrags bei der Bearbeitung
  • Simulation des Materialauftrags in der Additiven Fertigung
  • Fotorealistische Maschinenraumsimulation

 

Welche Ziele verbindet ModuleWorks mit der Zusammenarbeit im Forschungscampus DPP?

 

Circa 70% aller Bahnen für die Subtraktive Bearbeitung werden mit Hilfe der ModuleWorks Komponenten erzeugt. Hierdurch wird die Digitalisierung einer Vielzahl unterschiedlicher Produktionsprozesse ermöglicht. Der Forschungscampus DPP ermöglicht es ModuleWorks die Integration in die Digitale Prozesskette auch für die Photonischen Fertigungsverfahren zu unterstützen. Die Struktur des DPP ermöglicht es hier an vielen Stellen Problemlösungen zu finden und voranzutreiben.

 

Welche Bedeutung hat der Standort Aachen für ModuleWorks?

 

Die ModuleWorks GmbH hat den Hauptsitz und die Forschungsabteilung direkt in Aachen. Aachen ist durch die zentrale Lage in Europa ein sehr guter Standort, um Kooperationen mit nationalen aber auch mit Europäischen Partnern zu pflegen.

 

Für welche Aufgaben sind Sie im Forschungscampus DPP verantwortlich?

 

ModuleWorks Aufgabe ist es die Photonische Produktion in eine möglichst geschlossen durchgängige digitale Prozesskette zu integrieren. ModuleWorks als Lieferant von Softwarekomponenten versucht hier Komponenten für bisher nicht unterstützte Arbeitsschritte zu entwickeln, so z. B. die Optimierung des Werkstückentwurfes, oder der Vereinheitlichung der Datenkommunikation, sowie der Integration von Sensordaten SP12 oder dem Transfer der DPP Ergebnisse in bestehende PLM Systeme wie dem Siemens NX.

Welche Themen werden momentan bearbeitet?

 

Wir sind bereits seit der ersten Phase DPP dabei. Aktuell werden mit den Partnern in den einzelnen Teilgebieten Beispielgeometrien oder Demonstratoren definiert, um anhand derer den Projektfortschritt dokumentieren zu können. Weiter werden im Detail untersucht in welchen Bereichen beim Anwender die geplanten Arbeiten erfolgversprechend eingesetzt werden können.

 

Mit welchen Unternehmen und Organisationen arbeiten Sie im Projekt zusammen?

 

ModuleWorks arbeitet mit den wissenschaftlichen Partnern Fraunhofer IPT und ILT sowie dem WZL und dem DAP und auch mit den Firmenpartnern wie der ESI Software GmbH und der ACCESS e. v. intensiv zusammen. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit anderen KMU Partnern wie den Firmen EXAPT und der AixPath GmbH.

 

Welche Ziele verfolgt ModuleWorks konkret?

 

ModuleWorks arbeitet im Kompetenzfeld Digital an einem Konzept für die Repräsentation des Metamaterials, das unterschiedliche Regeln für die innere Struktur der Werkstücke berücksichtigen kann. Weiter entwickelt ModuleWorks für diese Repräsentation ein Slicingmodul welches diese Repräsentation in Laserbahnen umwandeln kann. Weitere Ziele sind die Entwicklung der Datenverarbeitung als Komponente, sowie eines Konzeptes zur Nutzung der Prozesskontrolle in Verbindung mit den aus dem CAM abgeleiteten Bearbeitungsbahnen. ModuleWorks als Komponentenlieferant untersucht welche unterschiedlichen Anwendungen eine Komponente zum automatisierten prozeduralen Strukturdesign nutzen können. Zusammen mit dem Partner AixPath wird die Integration in unterschiedliche CAM Lösungen ein Schwerpunkt sein (z.B. Siemens NX).

 

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