© Fraunhofer IPT.

Wir stellen uns vor: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie

 

Das Fraunhofer IPT fungiert als Schnittstelle zwischen anwendungsnaher Forschung und industrieller Anwendung von innovativen Produktionstechnologien. Wir erarbeiten Systemlösungen für die vernetzte, adaptive Produktion. Unsere Auftraggeber und Kooperationspartner kommen aus der gesamten produzierenden Industrie, aus der Luft- und Raumfahrttechnik, dem Automobilbau und Zulieferern, dabei vor allem aus dem Werkzeug- und Formenbau, der feinmechanischen und optischen Industrie, aber auch aus den Life Sciences und vielen anderen Branchen.

Zusammen mit Partnern aus der Industrie und der Forschung entwickeln und optimieren wir Lösungen für die moderne Produktion. Dabei begreifen wir die Produktion nicht nur in ihren einzelnen Schritten, sondern betrachten bei unserer Arbeit die Gesamtheit ihrer Prozesse und die Verbindungen zwischen den jeweiligen Gliedern der Prozesskette – von der Forschung und Entwicklung über die Beschaffung bis zur Fertigung und dem Management.

Welche Ziele verbindet das Fraunhofer IPT mit der Zusammenarbeit im Forschungscampus DPP?

 

Die Kooperation in einem Forschungscampus wie dem DPP ist dem Fraunhofer IPT ein großes Anliegen. Unternehmen teilen dort mit den Instituten Ressourcen, nutzen Synergieeffekte und tauschen ihr Wissen direkt vor Ort aus. Durch die enge Zusammenarbeit erleichtern sich Abstimmungsprozesse, erhöhen sich die Geschwindigkeit sowie die Qualität von Forschungsergebnissen und reduzieren sich Forschungs- und Entwicklungskosten.

 

Welche Bedeutung hat der Standort Aachen für das Fraunhofer IPT?

 

Auf dem RWTH Aachen Campus in Melaten entstehen zurzeit elf themenbezogene Forschungscluster, an denen sich in einem beträchtlichen Umfang auch das Fraunhofer IPT engagiert. Das Fraunhofer IPT kooperiert hier besonders intensiv mit den Einrichtungen und Unternehmen der Cluster Produktionstechnik, Photonik und Smart Logistik. Des Weiteren profitiert das Fraunhofer IPT von der Nähe zu der technischen geprägten RWTH University und pflegt damit einen regen Austausch zu Studenten und Instituten. Modernste Forschung und innovative Lösungen können somit in Zusammenarbeit hier vor Ort ermöglicht werden.

 

Für welche Aufgaben sind Sie im Forschungscampus DPP verantwortlich?

 

Wir als Wissenschaftliche Mitarbeiter des Fraunhofer IPT sind jeweils für die Leitung und Organisation einzelner Sprints verantwortlich. Die zuvor festgelegten Themen dieser Sprints ergeben sich hierbei jeweils aus den IPT-Kompetenzfeldern Prozesstechnologie, Produktionsmaschinen sowie Produktionsqualität und -messtechnik. Zusammen mit den Projektpartnern werden verschiedene Themenschwerpunkte des DPP adressiert und erforscht.

 

Welche Themen werden momentan bearbeitet?

 

Das Fraunhofer IPT ist mit mehreren Themenschwerpunkten in den Forschungscampus DPP involviert. Die Themen umfassen die Bereiche der subtraktiven Produktion, der Integration und Entwicklung von Sensorik und der Digitalisierung.

Welche Ziele verfolgt das Fraunhofer IPT konkret?

 

Taylored Heat für Rolle-zu-Rolle (R2R) Prozesse:
Durch die Laserintegration von flächigen Mehrstrahl-Laserquellen wie z.B. VCSEL Modulen in R2R-Anlagen sollen innovative Prozesse ermöglicht werden. Durch die flexible zeitliche und räumliche Ansteuerbarkeit von Mehrstrahlsystemen sollen die Halbzeuge in R2R Prozessen, üblicherweise metallische und Polymerfolien, gezielt temperiert werden, um nachfolgende Prozesse zu optimieren oder die Halbzeuge gezielt zu beeinflussen.

Integration und Entwicklung von Sensorik:
Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit der Entwicklung und Integration innovativer optischer Sensorik in die Prozessüberwachung der (subtraktiven) photonischen Produktion. Die Innovation liegt hierbei vor allem in der ganzheitlichen Einbindung dieser Sensorik in die Prozesskette, welche eine adaptive Prozessregelung erlaubt und somit die Prozessqualität gesteigert wird sowie nachgelagerte Prozessschritte eliminiert werden.

Digitalisierung:
In der Gruppe „digitale Infrastrukturen“ beschäftigen wir uns mit neuartigen Technologien, die im Sinne von Industrie 4.0 eine Digitalisierung und damit eine Optimierung von Produktionsprozessen ermöglichen. Wir untersuchen welche Anwendungsfälle für 5G in der produzierenden Industrie vorliegen, testen 5G Anwendungen und suchen nach neuen Möglichkeiten und Chancen die uns der neue Mobilfunkstandart bereitstellt. Des Weiteren bauen wir eine flächendeckende 5G-Infrastruktur auf dem Campus Melaten auf um zukünftig auch in einem geeigneten Umfeld an 5G forschen zu können.

Automatisiertes prozedurales Strukturdesign für die subtraktive Fertigung:
In der ersten Phase des DPP konnte gezeigt werden, dass sich Oberflächenstrukturen algorithmisch definieren lassen und dass diese Algorithmen zur Generierung von Bearbeitungsdaten für die subtraktive Fertigung dienen können. Anhand erster Demonstratoren konnte die Machbarkeit des Konzepts demonstriert werden. Zur Überführung dieser Ergebnisse in die Produktion sollen zunächst im Rahmen einer Studie relevante Anwendungsfelder identifiziert werden um in der Folge die Methoden des prozeduralen Strukturdesigns in existierende digitale Prozessketten zu integrieren.

 

Mit welchen Unternehmen und Organisationen arbeiten Sie im Projekt zusammen?

 

Als Partner für die einzelnen Schwerpunktthemen stehen dem IPT die Unternehmen TRUMPF Photonic Components GmbH, die AixPath GmbH, die EXAPT Systemtechnik GmbH und die ModuleWorks GmbH sowie Ford und das WZL der RWTH Aachen zu Seite.

 

 

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