Die erste Nacht des 3D-Drucks: Aachenerinnen und Aachener reisen in die Zukunft der industriellen Produktion

Am 12. Juli 2018 fand die erste Nacht des 3D-Drucks im Cluster Photonik auf dem RWTH Aachen Campus statt. Der Forschungscampus DPP, das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und der RWTH Aachen University Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP gaben über 80 Aachenerinnen und Aachenern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der 3D-Druck Experten zu werfen. Fachliches Add-On: In lockerer Atmosphäre veranschaulichten Expert-Talks der Ford Motor Company sowie McKinsey & Company die Zukunft des 3D-Drucks in der industriellen Produktion. Im anschließenden Networking sorgten Live DJ und gute Stimmung für einen regen Austausch zwischen Interessierten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bis in die späten Abendstunden.

Technologieregion Aachen hautnah

Fährt man über die A 4 in Richtung Köln, passiert man vor der Anschlussstelle Laurensberg das Hinweiseisschild „Technologieregion Aachen“. Was genau hinter diesem Begriff steckt, findet für die Aachenerinnen und Aachener häufig hinter geschlossenen Labortüren statt. Die erste Nacht des 3D-Drucks hat genau das zum Anlass genommen:
Laut, bunt und mit offenen Türen präsentierten die Aachener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre wegweisenden Forschungsarbeiten.

„Materializing Thoughts“ – aus Gedanken Realität werden lassen – eine Wunschvorstellung, die der 3D-Druck nahezu erfüllt. Das bewies der Maker-Space voller 3D-Drucker, die ohne große Zeitverzögerung innovative Prototypen aus digitalen Daten aufbauen. Durch diese Technologie gelingt es den Aachener Forscherinnen und Forschern, Prototypen kosten- und zeiteffizient zu optimieren und für den metallbasierten 3D-Druck vorzubereiten.
Für einen weiteren Wow-Effekt sorgte an diesem Abend die weltweit größte Anlage für den metallpulverbasierten 3D-Druck. Der „3D Printing Giant“ XLine 2000R von Concept Laser spielt eine Schlüsselrolle in der Aachener Forschung zur Herstellung großvolumiger Metallbauteile, wie etwa ganzen Motorblöcken oder Werkzeugen, die mit konventionellen Verfahren nicht oder nur unter hohem Kosten und Zeit-aufwand realisiert werden können.
Last but  not Least erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus erster Reihe Forschungsergebnisse zu 3D-gedruckten Implantaten aus Magnesiumlegierungen, Gitterstrukturen für den Leichtbau oder auch topologieoptimierten Funktionsbauteilen im Großraumlabor des RWTH Aachen University Lehrstuhls DAP.

Gerne mehr!

Bauteile zum Anfassen, laufende Prozesse und der persönliche Austausch mit den Expertinnen und Experten gaben einen lebhaften Einblick in die Aktivitäten hinter den sonst verschlossenen Labortüren. „Schade, dass nicht mehr solcher Veranstaltungen in Aachen angeboten werden. Es ist sehr interessant, einen Einblick in die Forschungsarbeiten der Lehrstühle und Institute in so lockerer Atmosphäre zu erhalten“, bemerkt einer der Teilnehmer. Wir freuen uns, dass wir der „Technologieregion Aachen“ ein Gesicht geben konnten – auch, wenn es sich hierbei nur um einen kleinen aber bedeutungsvollen Teil des Ganzen handelt.

TO BE CONTINUED…

YD

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